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4x4 Camp Bibra 2013

Bild des Benutzers Herbie

4x4 Camp Bibra

Mai/Juni 2013

Nun schon zum zweiten Mal trafen in dem kleinen Dörfchen Bibra, im Südthüringischen Grabfeld einige Pickup-, und 4x4-Fahrer aus ganz Deutschland aufeinander.

Bereits am 29.Mai trafen die Ersten mit ihren Fahrzeugen und Unterkünften hier ein. So rollten kurz nach dem Mittag Marc aus der Pfalz mit dem Ranger, und Norbert samt Agnes aus der Oberpfalz mit ihrem Vitara und den Wohnwägen im Gepäck auf das Campgelände. Nach einer freudigen Begrüßung parkten sie ihre Fahrzeuge und richteten ihre Camps ein, bevor wir gemeinsam gemütlich ein Tässchen Kaffee schlürften und auf die Anderen warteten.

Am späten Nachmittag trafen dann Jürgen, und Andi samt Maike und Timo, mit ihren Hilux´ und den Wohnwägen in Bibra ein, bauten ihre Wowa´s und Vorzelte auf und gönnten sich nen Kaffee, oder ein Weißbier.

Als dann Kaffee und Bierchen getrunken waren, fuhren wir noch schnell ins Dorf, um im Fundus unseres Karnevalsvereines die restlichen Utensilien, wie Rost, Pavillon und Getränkekühlschrank zu holen. Wieder im Camp angekommen, gesellten sich auch mein bester Kumpel Marius und dessen Vater Lutz, der Vielen schon vom letzten Jahr bekannt war, zu unserer Runde dazu. Wir brannten den Rost an und jeder konnte seine mitgebrachten Leckereien braten.

Draußen wurde es langsam etwas frisch, also verzogen wir uns in die Hütte an den großen, halbrunden Tisch, heizten den Ofen an und machten es uns bei einem leckeren Fässchen PAX Bräu aus unsrer Region gemütlich. Es dauerte nicht lange, bogen auch schon Reinhold und Lisa aus dem Sauerland mit ihrem Nissan Navara ins Campgelände ein, richteten das Dachzelt auf und gesellten sich in unsre Runde.

Am späteren Abend bekam Jürgen eine SMS von Claus aus Regenstauf, in der zu lesen war: „fahren gerade von der Autobahn ab, sind gleich da“

Das war für uns das Zeichen, um hinaus zu gehen, die Fackeln zu entzünden und das Banner, welches eine gute Freundin vorher gemalt hatte, vorzubereiten. Es dauerte nicht lange und schon sahen wir das Scheinwerferlicht ihres D-Max. Wir versteckten uns zunächst etwas hinter den Büschen, um sie dann von der Seite zu überraschen und unsre Glückwünsche zu überbringen. Die Beiden hatten am Morgen geheiratet und sind direkt nach dem Mittag los gefahren, um ihre „Hochzeitsreise nach Bibra“ zu starten. :-)

Claus rangierte dann seinen Wohnwagen via Moover ganz souverän an seinen Platz, und parkte den Max ein, sodass die Beiden sich dann recht schnell mit in unsere gemütliche Runde einreihen konnten. Auch der gefährliche Kampfhund Pommes war mit von der Partie und passte gut auf Herrchen und Frauchen auf. ;-) So saßen wir bei viel Gesprächsstoff, gutem Bier und einigen Schnäpschen bis in die Nacht hinein am Tisch und ließen den Abend ausklingen.

 

Am nächsten Morgen nutzten wir direkt nach dem Frühstück die Gelegenheit und das noch schöne Wetter, um eine kleine Flurrunde um mein Heimatdörfchen zu drehen. Mit drei Autos machten wir uns auf den Weg und fuhren einige schöne Aussichtspunkte, Bodendenkmäler und eine wunderschön gelegene Waldhütte an. Auf dem Rückweg von der Hütte, als wir den Wald verließen, eröffnete sich uns ein wunderbarer Blick über die Flur und das Camp, welcher aber mit der Kamera leider nur schwer einzufangen war…

Als wir nach dieser kleinen Erkundungstour wieder im Camp ankamen, waren Matthias und Simone aus dem Schwarzwald mit den beiden Jungs und dem riesigen Amarok, und Tom aus der Oberpfalz mit seinem Nissan bereits angekommen. Die Schwarzwälder bauten ihr Lager wie im letzten Jahr wieder in unmittelbarer Wassernähe auf, was sie später noch ärgern sollte….

Tom schlug sein Dachzelt direkt neben der Einfahrt zum Camp auf. Kurz darauf traf auch unser Seemann Klaus aus dem schönen rheinischen Weinland mit seinem Hilux ein, dicht gefolgt von Werner aus Landshut mit dem L200; Micha, der die ca 650 km aus Ostfriesland mit seinem Mazda auf sich nahm; Chris mit seinem Dodge Ram, Flo und Tina aus  der Rosenheimer Ecke mit dem L200 und Ingo, ein Kumpel von Werner, der mit seinem Buschtaxi schon in Bad Kissingen auf der Messe war und hier ein ruhiges Wochenende verbringen wollte. Am späteren Nachmittag kam auch unsre Elki vorbei, die noch einige der neuen Clubwesten dabei hatte, welche zum 10-jährigen Clubjubiläum gesponsert wurden.

Am Abend brachten wir nach einiger Zeit auch wieder die Holzkohle zum Glühen ( ;-) ) und konnten uns an den frisch gebratenen Leckereien laben. Nach dem Essen verzogen wir uns wieder in die Hütte und feuerten den Ofen an, da es draußen wieder eher ungemütlich wurde.

Der Abend zog sich noch eine ganze Weile hin, bis wir dann so gegen 3 Uhr die Segel strichen und uns schlafen legten.

 

Der Freitag startete für mich mit einem eher flauen Bauchgefühl und draußen mit leichtem Regen. Direkt nach dem Frühstück brach ein Großteil der Leute auf und fuhr auf die nicht weit entfernte Offroad- und Freizeitmesse „Abenteuer und Allrad“ in Bad Kissingen, wo es einige interessante Dinge zu sehen gab. Agnes, Tom und Ingo blieben im Camp um Ruhe zu schöpfen und die nächsten Anreisenden zu empfangen. Ich fuhr erstmal hinein ins Dorf, um mich zu duschen, Mittag zu essen und mich ein wenig auszuruhen, bevor dann der nächste Abend anstand.

Als ich zurück kam waren Timo und Bine aus Ludwigshafen mit ihrem schwarzen L200 schon angekommen und hatten ihr Lager bereits errichtet. Nach einem kleinen Begrüßungsbierchen kamen auch schon die ersten Messebesucher wieder zurück. Ralf und Sabine aus der Kassler Ecke rollten mit ihrem Amarok heran, und auch Frank aus der Chemnitzer Ecke und Mario aus Hildesheim ließen mit ihren L200`s samt Familien nicht lange auf sich warten. Kurz darauf bog auch Gerhard mit seinem Ram und der Wohnkabine auf den Vorplatz des Camps ein. Er hatte Sigi mit an Bord, die noch bis Mittag arbeiten musste und daher nicht früher kommen konnte.

Tom erklärte sich bereit, und fuhr mit mir eine kleine Runde zum Metzger und in unsren Dorfladen, um die bestellten Bratwürste, Steaks und Brötchen abzuholen. Kurz darauf fuhren wir noch bei mir daheim vorbei, um ein Fass frisches Trinkwasser zu besorgen, da es in der Hütte langsam knapp wurde. Nachdem diese Kleinigkeiten erledigt waren, brannten wir wieder den Rost an und ließen uns dann die leckeren Bratwürste und Steaks aus der Metzgerei Rommel schmecken. Das Vordach der Hütte bot Schutz vor Regen und Wind, und so saßen wir noch einig Zeit beisammen. Gegen 22 Uhr kamen Lutz und Sveni aus dem Elsas bei uns an und freuten sich nach der langen Fahrt auf ein kühles Bier und etwas Leckeres zwischen die Zähne, was natürlich kein Problem war. J So verging auch dieser Abend wie im Flug und ratz fatz war es schon wieder Mitternacht, und ich verabschiedete mich zur Nachtruhe. Einige saßen noch eine ganze Weile, bis auch die Letzten sich dann hinlegten.

 

 In der Nacht kam ein heftiger Regenguss runter, der den Weiher am Samstagmorgen stark anschwellen ließ, und man vor den Zelten von Matthias und Frank schon ziemlich nasse Füße bekam. Also mussten die beiden Lager abgebaut werden. Matthias kam auf mich zu und erklärte mir, dass sie schon heute, nach der geplanten Ausfahrt abreisen würden, da sie keinerlei trockene Klamotten und Schuhe mehr hätten und ihr Tipi auch schon recht nass war. Auch Micha machte sich auf die Socken und trat die Heimreise an, da am Abend noch eine Feier anstand.

                                            Gegen 10 Uhr starteten wir dann unsere geplante kleine Ausfahrt in den Thüringer Wald. Es ging über teils enge, kurvige Sträßchen ca 60 km durch unser schönes Thüringen, bis wir dann um Punkt 12 Uhr am Ziel unserer Reise, dem „Bahnhof Rennsteig“, 747 Meter über dem Meeresspiegel ankamen. Andre und Moni aus Neuhaus kamen zeitgleich mit uns am Bahnhof an und reihten siech gleich bei uns ein. In der herrlich hergerichteten „Bahnhofshalle“ erwartete man uns bereits mit fertig eingedeckten Tischen und einem Ambiente, dass man nicht jeden Tag zu Gesicht bekommt. So ließen wir uns erst einmal gemütlich nieder, sodass wir uns bei einem „Lokführerschmaus“ und einem Bier, oder Radler stärken konnten.

Als wir alle satt und glücklich waren, erklärte sich der Chef der „Rennsteigbahn“, Manfred Thiele, bereit uns noch Einige Waggons auf dem Bahngelände zu zeigen und etwas über deren Geschichte zu erzählen. So starteten wir unsre kleine Exkursion in die Welt der Eisenbahn in einem kleinen, unscheinbaren Güterwagen, der bei Bedarf schnell mit Bänken und  Tischen ausgestattet werden konnte, um Passagiere transportieren zu können.

Der nächste Anlaufpunkt war ein Personenwaggon aus dem Jahr 1938, der zur Nazizeit als Schlaf- und Frühstückswagen für Göbbels diente, und dann als Propagandawaggon umgebaut werden sollte, wozu es aber nur noch teilweise kam. Er war voll ausgestattet mit Kinoleinwand und ringsherum Lautsprechern, sodass während einer Reise Filme geschaut werden konnten.                                             Der nächste Anlaufpunkt war ein Speisewaggon, der ebenfalls aus dem Jahr 1938 stammte, später in der DDR als Mitropa-Speisewagen diente, und auch heute noch öfters im Einsatz ist, um auf historischen Fahrten den Reisegästen ein einzigartiges Ambiente bei leckerem, frisch in der Bordküche zubereitetem Essen, bieten zu können.                                                    Dann durften wir noch in eine Diesellok der Baureihe 228 schauen und uns sogar mal ein Bild vom kaum vorhandenen Platzangebot im Motorraum einer solchen Lok machen. Der Anblick des 63 Liter großen und 1250PS starken Motors brachte so Manchen ins Schwärmen, zumale davon ja zwei Stück vorhanden waren…!

Nachdem unsere kleine, ausgiebige ;-) Führung beendet war, legten wir noch ein paar Euro zusammen und übergaben Manfred das Geld als eine kleine Spende für den Eisenbahnverein.  

                                                  Nach einem kurzen Gruppenfoto auf dem Parkplatz starteten wir dann unsere Pick Up´s und steuerten sie, über nen kleinen Umweg, wieder zurück nach Bibra ins Camp. Auf der Rückfahrt gesellte sich auch René, der aus Köthen mal eben zu uns runter kam, in unsere Schlange. Kurz vor dem Ziel war durch die ausgiebigen Regenfälle der letzten Tage ein Stausee übergelaufen und hatte eine Straße überschwemmt, die dann auch gesperrt war. Ein Wendemanöver wäre allerdings für 15 Pick Up´s auf dieser kleinen Straße schier unmöglich gewesen, also klinkte ich Allrad und Untersetzung ein und fuhr sachte in die Fluten. Nachdem ich ohne Wassereinbruch, o.Ä. durch war kamen auch alle Anderen nach und wir konnten unsre Fahrt fortsetzen. So hatten wir auch noch eine kleine spannende Wasserdurchfahrt. :-)

Als wir im Camp ankamen, war Stefan, der noch kurzfristig mit dem Grand Cherokee vorbei kam, auch schon da. Nach kurzer Begrüßung der Neuankömmlinge ging es auch gleich, ohne große Verschnaufpause weiter zur Eierlikörverkostung ins Dorf. Ich machte mit meinem L 200 das Shuttle und fuhr Alle, die Lust hatten zum Geflügelhof Kellermann, wo sie dann die verschiedenen Leckereien probieren konnten. Nachdem die letzte Runde abgeliefert war, gönnte ich mir auch noch einen kleinen Likör und wir bekamen noch eine Flasche und ein Päckchen Waffelbecher mit auf den Weg, sodass wir am Abend auch noch etwas zum Anstoßen hatten.

Mein Kumpel Alex war in der Zwischenzeit auch eingetroffen und bereitete den Dönerspieß fürs Abendessen vor. Tom, Gerhard und ich verschwanden in der Küche um das Kraut, die Zwiebeln und Tomaten zu schneiden und das Zaziki vorzubereiten.

So konnte gegen 19 Uhr der Erste seinen Döner genießen und nach und nach hatte dann Jeder was zu Essen. Carsten und Jaqueline (die Vermieter) kamen zum Essen vorbei, und auch meine Eltern ließen es sich nicht entgehen etwas vom Döner zu probieren und die Truppe mal kennen zu lernen.

Nach dem guten Schmaus gönnten wir uns auch mal ein Likörchen und das eine, oder andere Bierchen. So verlief auch dieser Abend in einer sehr schönen Runde bis in die späte Nacht hinein bei guten Gesprächen und viel Gelächter.

 

Am Sonntag zeigte sich das Wetter von einer etwas besseren Seite, was dann aber nur ein schwacher Trost war, denn es war ja schon wieder der Tag der Abreise. Einige starteten gleich in aller Früh in Richtung Heimat. Ein paar Leute packten noch mit an und so war alles in kurzer Zeit aufgeräumt und sauber. Tom fuhr noch mit ins Dorf um die schweren Sachen abzuladen und war dann gegen 11 Uhr der Letzte, der seinen Heimweg antrat.

 

 

 

 

Ich kann nur sagen, es war trotz miesen Wetters wieder mal ein echt schönes Wochenende mit prima Menschen aus dem ganzen Land und auch darüber hinaus. Ich kann mich nur noch mal bei allen bedanken, die zum Gelingen dieses Wochenendes mit beigetragen haben, wie dem Bibraer Karnevalsverein, dem Geflügelhof Kellermann, Conny´s Lebensmittel, Carsten Schietzel, dem Dönermann Alexander und Allen, die sonst irgendwie mit angepackt haben um uns ein schönes Wochenende zu bereiten. Der größte Dank aber, geht an alle Teilnehmer, die die teilweise sehr weiten Wege auf sich genommen haben um hier in Bibra dabei zu sein, und sei es nur für einen halben Tag gewesen,….. VIELEN DANK!!!

 

R.H.

 

 

Kommentare

Ronny, hast mal wieder einen schönen Bericht zusammengeschrieben.

 

Gruss Reinhold

Von rewi

bist eben ein richtiger Schreiberling, Ronny yes

War schön euch alle wiederzusehen, hat uns riesig gefallen in Bibra. Da konnte auch das Wetter nix dagegen machen.

Gruß Frank

Von 4wühler