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6. Wintertreffen auf Schloß Buchenau 2009

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Wintertreffen des L200-Clubs auf Schloß Buchenau vom 30.01.-01.02.09

Jedes Mal vor dem Wintertreffen hofft man ja, daß das Auto nicht schlapp macht, daß einen keine Grippe ereilt oder sonstwas dazwischenkommt und ist dann heilfroh, wenn endlich der Tag der Anreise kommt, und keine der Befürchtungen eingetreten ist. Für mich, Marion mit ihrem L200 und Holger war der Tag der Anreise schon einen Tag früher, weshalb wir uns am Donnerstag um halb Zehn auf den Weg machten. Der Hilux vollgepackt mit den üblichen Utensilien, die man auf einem Treffen so braucht, und in der Hoffnung, ja nichts vergessen zu haben, fuhren wir über Bayreuth, Bamberg, Schweinfurt und Fulda bis nach Hünfeld, wo wir am Parkplatz von McDonalds auf Tomas trafen. Da wir Zeit hatten und ja eh die ersten waren, dachten wir, eine kleine Stärkung könnte ja nicht schaden. Leider wurde die Filiale gerade umgebaut, das gleiche hatten wir ein Jahr vorher in Bad Hersfeld erlebt! Na gut, zwei Mal ist noch Zufall! Auf jeden Fall hat bestimmt noch nicht jeder einen BigMac zwischen Handwerkern und auf Bierbänken sitzend bei McDonalds verbracht! Wir verkrümelten uns möglichst schnell und fuhren die letzten Kilometer nach Buchenau, Tomas wollte noch mal die Strecke für die Tour am Samstag abfahren.

Am Schloß waren wir die ersten, warfen gleich mal die Kaffeemaschine an und luden in aller Ruhe das Auto aus. Bis die ersten eintrafen, hatten wir noch Zeit, einen Spaziergang bei Sonnenschein zu machen. Nach Tomas trafen auch Werner, Siggi und Waltraut sowie Richard und Hilde ein, für heute waren wir komplett. Und hatten noch Zeit, den neuen L200 vom Cheffe zu begutachten, ein feines Stück „heiligs Blechle“! Der Hunger ließ uns wieder unser Stammlokal ein paar Dörfer weiter aufsuchen, nach einem hervorragenden Abendmahl fanden wir dann auch wieder zurück nach Buchenau, wobei mir langsam Zweifel kamen, ob ein Navi immer den richtigen Weg findet...

Freitag nach dem Frühstück starteten Tomas, Werner und Holger noch mal zu einer Rundfahrt, um auch sicherzugehen, daß alles wirklich fahrbar und vor allem auffindbar war. Nachmittags trudelten dann die ersten Teilnehmer ein, ein Wiedersehen der herzlichen Art. Der Schloßhof füllte sich langsam mit Pickups, aufgrund der Kälte war es auch kein Problem, auf der Wiese zu parken, so daß kein Platzmangel herrschte. Am Abend waren fast alle da, um halb sieben gab es kalte Platten und warme Würstchen – bei einem soooo fetten Essen mußten natürlich an der Schloßbar diverse Spirituosen getestet werden! Bei guter Musik und einer tollen Stimmung lernte man neue Clubmitglieder besser kennen, konnte alte Bekanntschaften vertiefen und gleich die eine oder andere Unternehmung planen. Wir befürchteten schon, das Bier könnte ausgehen, und bis auf ein paar Flaschen alkoholfreiem Weizen war auch so gut wie alles weg! Naja, wir sind ja auch nicht zum Spaß dort! 

Nach einer kurzen Nacht ging es nach dem gemeinsamen Frühstück los zur Ausfahrt. Richard und Tomas erklärten die Einzelheiten, denn dieses Jahr wollten wir eine GPS-Navigationstour veranstalten, Konvoi hatten wir ja schon oft genug. In Gruppen von 4 Fahrzeugen starteten wir gegen halb Elf im Abstand von ca. 5 Minuten, Holger und ich im Hilux, Marion und Angelique im L 200, Andy und Christian im L 200 und unsere Nordlichter Klaus und Sandra ebenfalls im L 200. Vor allem in der Hoffnung, alle GPS-Daten richtig abgeschrieben zu haben! Die ersten Zweifel kamen Holger und mir bereits einige Kilometer nach Buchenau, als wir zum ersten Checkpoint eine Strecke von über 50 Kilometern fahren sollten! Der Fehler war schnell gefunden – was so ein Grad vergessen alles ausmachen kann, unglaublich! Jetzt gaben wir die kürzeste Strecke ein und fanden tatsächlich den ersten Punkt, schrieben die Daten auf und fuhren gleich weiter. Über Feld- und Wiesenwege fanden wir auch den zweiten und dritten Punkt, zeitlich gesehen planten wir als nächsten Stopp das Mittagessen ein. Der Hunger trieb uns weiter und ließ uns auch ein in Bayern unbekanntes Schild mißachten, das wir aber jetzt bestens kennen! Auf drei Kesseln köchelte schon der Linseneintopf und ein Kartoffeleintopf, es war genug für alle da. Nach und nach erreichten alle Gruppen den Mittagspunkt, nach dieser Stärkung suchten wir weiter nach Punkten, das GPS-Fieber hatte uns wohl ergriffen.

Den Kaffeeplatz erreichten wir als erste, leider zeigte sich das Wetter gerade heute von seiner unangenehmen Seite, der Wind ließ uns die Mützen ins Gesicht ziehen. Da kam der heiße Kaffee gerade recht, und von den vielen guten Kuchen wußte man gar nicht, welchen man nehmen sollte! Nach der Kaffeepause fuhren wir zurück zum Schloß, wo jeder noch bis zum Abendessen Zeit hatte, sich aufzuwärmen, entweder von außen oder von innen. Um halb Acht hieß es Essen fassen, es gab Schweinemedaillons, überbackene Käseschitzel, Spätzle und Rosenkohl – und zum Abschluß noch ein Dessert! Um wenigstens einige Kalorien zu verbrennen, starteten wir nach dem Essen zu einer kurzen Fackelwanderung, die leider sehr kurz ausfiel, da der Weg spiegelglatt war und wir keinen Beinbruch riskieren wollten. Dafür gab es am Lagerfeuerplatz heißen Glühwein, zubereitet auf offenem Feuer auf Dreibeinen. Der Schein der Fackeln und des Lagerfeuers ergaben eine herrliche Stimmung, paßte irgendwie gut zur Kulisse des Schlosses!

Wem es zu kalt war, ging zurück zum Schloß, wo an der Bar schon wieder Hochbetrieb herrschte! Wer es lieber etwas ruhiger mochte, saß in kleinen Gruppen im Aufenthaltsraum. Man munkelte, einige wären gar nicht ins Bett gegangen, andere erst, als es schon fast hell wurde! Jedenfalls war ich mir nicht so sicher, ob die Bleichgesichter an der Bar schon wieder da saßen oder immer noch, als ich morgens ein wenig aufräumen wollte.... Geschneit hatte es auch über Nacht, alles war weiß.

Und viel zu schnell war dieses Wochenende auch schon wieder vorbei! Nach dem Frühstück packten die meisten zusammen und nahmen Abschied von Buchenau. Wir starteten gegen Mittag, gefolgt von unserer Table-Dancerin Marion, und erreichten nach über drei Stunden Fahrt wohlbehalten und etwas müde die Heimat.

Was soll man abschließend sagen? Ich denke, dasselbe wie immer: schön war´s mal wieder! Wenn lauter zufriedene Gesichter abreisen und sich herzlich verabschieden und auch im Forum nur positives Feedback rüberkommt, dann sind wir wohl auf dem richtigen Weg! Wir hoffen, daß es jedem gefallen hat, der Vorstand und das ORGA-Team des L200-Clubs bedanken sich herzlich bei den vielen Teilnehmern und Teilnehmerinnen und hoffen, daß auch im kommenden Jahr wieder mindestens 36 Pickups und 70 Leute auf Buchenau „einfallen“! (Redneck)

Kleine Bemerkung am Rande: 70 Teilnehmer, aber niemand hat Fotos zur Verfügung gestellt. Aus diesem Grund bleibt der Bericht vorläufig Bilderlos und eine Galerie wird es auch nicht geben.